10 lustige Zungenübungen, die Kinder lieben (und die wirklich wirken)

Hier ist die Wahrheit über Zungenübungen: Kinder machen sie nur, wenn sie Spaß machen. Sobald es sich wie Hausaufgaben anfühlt, beginnt der Kampf. Die gute Nachricht? Die wirksamsten myofunktionellen Übungen sind auch die sillisten — und das ist kein Zufall.

Jede der folgenden Übungen zielt auf echte Zungen-, Lippen- und Kiefermuskeln ab. Sie basieren auf myofunktionellen Therapieprinzipien und werden von Logopädinnen und Logopäden weltweit eingesetzt. Und sie lassen Kinder (und Eltern) dabei völlig albern aussehen. Genau das ist der Punkt.

⏱️ So nutzt ihr diese Liste: Wähle 3–5 Übungen pro Einheit. Ziel: 5–10 Minuten täglich. Macht sie gemeinsam — Eltern, die mitmachen, sehen deutlich bessere Mitarbeit ihrer Kinder.

Die 10 Übungen

1 Der Pferdetrab 🐴

Klicke mit der Zunge gegen den Gaumen wie ein galoppierendes Pferd. Versuche einen gleichmäßigen Rhythmus zu halten — erst langsam, dann schneller, dann so schnell wie möglich.

Wiederholungen: 20 Klicks × 3 Runden

Trainiert: Zungenhebekraft und -geschwindigkeit. Eine Kernübung zur Korrektur von Zungenpressen.

2 Der Saugnapf 🧲

Drücke die Zunge flach gegen den Gaumen wie ein Saugnapf, dann den Mund so weit wie möglich aufmachen — und die Zunge dabei oben festhalten. Mit einem Knall lösen!

Wiederholungen: 10 Mal

Trainiert: Zungenanhebung und Ruhehaltung am Gaumen. Kinder lieben das dramatische Knallgeräusch.

3 Die Eidechse 🦎

Zunge so weit wie möglich nach unten strecken — Richtung Kinn. 3 Sekunden halten. Dann schnell zurückziehen. Wiederholen.

Wiederholungen: 10 Mal

Trainiert: Zungenspitzenkraft und Beweglichkeit. Sehr albern, sehr wirkungsvoll.

4 Die Schlange 🐍

Zunge so schmal und spitz wie möglich machen (Schlangenzunge), dann so breit und flach wie ein Spachtel. 10 Mal zwischen schmal und breit wechseln.

Wiederholungen: 10 Wechsel

Trainiert: Seitliche Zungenmuskelkontrolle — entscheidend für klare S-, L- und R-Laute.

5 Das Eis lecken 🍦

So tun als ob man ein riesiges Eis hätte. Langsam und übertrieben von Kinn bis Nasenspitze lecken — rauf und runter. Je dramatischer, desto besser.

Wiederholungen: 10 Mal pro Richtung

Trainiert: Volle Zungenbeweglichkeit und Aufwärtsbewegung. Bonus: Es ist fast unmöglich, dabei nicht zu lachen.

6 Zungenkreise 🔄

Zunge langsam um die Zähne kreisen lassen — ein voller Kreis, oben und unten, innerhalb der Lippen. 5 Mal im Uhrzeigersinn, dann 5 Mal gegen den Uhrzeigersinn.

Wiederholungen: 5 Kreise pro Richtung

Trainiert: Zungenkoordination und Zungenmuskelkraft. Fördert auch das Bewusstsein für Kiefer und Lippen-Zungen-Koordination.

7 Der Widerstandsdruck 💪

Zungenspitze fest gegen die Innenseite der Wange drücken. Von außen sanft mit dem Finger Gegendruck geben. 3 Sekunden pro Seite halten.

Wiederholungen: 5 Mal pro Seite

Trainiert: Seitliche Zungenmuskelkraft. Krafttraining für die Zungenspitze — dasselbe Prinzip wie Gewichtheben, aber deutlich lustiger.

8 Die Motorlippe 💨

Lippen zusammenhalten und einen langen, dramatischen Brummton blasen. Je lauter und brummiger, desto besser. Lippenkontakt beim Blasen mindestens 3 Sekunden halten.

Wiederholungen: 10 Mal

Trainiert: Lippenschlusskraft. Schwacher Lippenschluss ist ein Hauptfaktor bei Mundatmung und Zungenpressen.

9 Der Aufzug 🛗

Mund weit öffnen. Zunge langsam zur Mundraumdecke heben (Dachgeschoss), Pause, dann langsam nach unten (Erdgeschoss). „Fährt hoch!" und „Fährt runter!" sagen. Jedes Mal.

Wiederholungen: 10 Mal

Trainiert: Vertikale Zungenbeweglichkeit und Bewusstsein für die Zungenruheposition. Der Kommentar hält Kinder bei der Stange.

10 Das Lächeln & Halten 😄

So breit wie möglich lächeln — wirklich die Lippen dehnen. 5 Sekunden halten. Dann zu engsten „Fischlippen" zusammenziehen. 5 Sekunden. Wechseln.

Wiederholungen: 10 Wechsel

Trainiert: Volle Lippenkraft und -beweglichkeit von beiden Extremen. Ideal für Artikulation und Gesichtsmuskeltonus.

Dranbleiben — so klappt es

Die Forschung zur Therapietreue zuhause ist eindeutig: Kinder, die täglich üben, machen Fortschritte. Kinder, die „manchmal" üben, oft nicht. Der Schlüssel liegt darin, die täglichen 5 Minuten zu etwas zu machen, auf das man sich freut — nicht zu etwas, das man hinter sich bringen muss.

  • An bestehende Gewohnheiten andocken. Nach dem Zähneputzen, vor dem Frühstück, auf dem Weg zur Schule. Übungen an etwas hängen, das sowieso jeden Tag passiert.
  • Wettkämpfen. Wer macht den lautesten Brummton? Wer hält den Saugnapf am längsten? Freundlicher Wettkampf zwischen Elternteil und Kind ist erstaunlich wirksam.
  • Serien verfolgen. Eine einfache Stickertabelle am Kühlschrank funktioniert. Oder eine App, die das automatisch übernimmt.
  • Nicht ständig korrigieren. Eine sanfte Anmerkung pro Einheit ist in Ordnung. Zu viel Korrektur tötet den Spaß — und Kinder machen dicht.

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